Reformationstag als gesetzlicher Feiertag? Verband pocht auf Mitsprache!

Ministerpräsident Stephan Weil treibt sein Ziel, mit dem Reformationstag einen evangelischen Gedenktag zu einem gesetzlichen Feiertag zu machen, weiter voran. Dabei regt sich von allen Seiten Widerstand.

Ein Feiertag für alle

Der Vorschlag des Humanistischen Verbandes, mit dem Tag der Menschenrechte einen weltlich begründeten Feiertag einzuführen, findet kein Gehör. Denn für Weil hat jeder weltliche Feiertag „etwas Zufälliges“. Zum 70. Jahrestag der Verabschiedung der Erklärung der allgemeinen Menschenrechte am 10. Dezember, diesen Termin zu einem dauerhaften gesetzlichen Feiertag für alle Menschen in Niedersachsen zu machen, hat aus Sicht unseres Verbandes jedoch nichts „Zufälliges“. Vielmehr werden die unveräußerlichen Rechte und die Würde eines jeden Menschen als Grundlage allen friedlichen Zusammenlebens in den Fokus gerückt.

Trotz vormaliger Zusicherung des Ministerpräsidenten, in religiös-weltanschaulichen Fragen immer auch den Humanistischen Verband als anerkannte Weltanschauungsgemeinschaft und säkulare Stimme anzuhören, hat die Landesregierung die Feiertagsfrage allein mit Vertretern der großen Kirchen und Religionsgemeinschaften beraten. Unser Verband verwehrt sich ausdrücklich gegen das wiederholte Übergehen der Interessen des nichtreligiösen Drittels der Bevölkerung.

In einem offenen Brief an Ministerpräsident Stephan Weil und einem Anschreiben an alle Abgeordneten des Niedersächsischen Landtags macht Verbandspräsident Guido Wiesner die Haltung des Humanistischen Verbands deutlich. Die Schreiben stehen hier zum Download bereit:

Offener Brief Ministerpräsident Weil vom 19. Januar 2018
Anschreiben an die Abgeordneten des Niedersächsischen Landtages vom 23. Januar 2018

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