Humanistischer Verband setzt sich für liberaleres Bestattungsgesetz ein

Am 12. April hat der Humanistische Verband Niedersachsen durch seinen Landesgeschäftsführer Jürgen Steinecke bei einer Anhörung zum Änderungsentwurf des Bestattungsgesetzes im Landtag Stellung bezogen. Nach fast einem Jahr wurde damit die einseitige Einflussnahme durch die Kirchen beendet und eine ausdrücklich weltliche Position angehört.

Die im Sommer 2017 durch die damalige Sozialministerin Cornelia Rundt (SPD) vorgeschlagene Liberalisierung des Gesetzes, in dem zukünftig auch das Verstreuen der Totenasche (begrenzt) erlaubt werden sollte, wurde aufgrund einer Intervention der Kirchen und nach „Hinterzimmer“-Absprachen mit diesen wieder zurückgenommen. Bereits damals äußerte sich Steinecke öffentlich und bemängelte, dass die Interessen der nicht religiös eingestellten Bürger nicht berücksichtigt wurden und der Humanistische Verband als Weltanschauungsgemeinschaft, die als K.d.ö.R. den Kirchen gleichgestellt und laut Staatsvertrag beauftragt ist, kirchlich und religiös ungebundene Menschen zu betreuen und zu vertreten, entgegen früherer Praxis nicht angehört wurde.

„Entsprechend erfüllt es mich mit Genugtuung, dass wir in diesem, jetzt geregelten Verfahren wieder angehört werden“, so Steinecke nach seinem Termin im Landtag. Er hoffe, dass das neue Gesetz die Vielfalt der religiös-weltanschaulichen Überzeugungen der Bevölkerung Rechnung tragen wird und die Politik ihrer Verpflichtung zur Neutralität nachkommt: „Die Zeiten, dass die Kirchen die Regeln für alle bestimmen, sollten im Jahre 2018 der Vergangenheit angehören.“

Die Schriftliche Stellungnahme kann hier heruntergeladen werden.

 

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