Landesversammlung beschließt neue Verfassung

Neuer Text macht inhaltliche und praktische Ausrichtung des Verbandes deutlich. Am 27. September 2015 kamen Vertreter der Humanistischen Orts-, Kreis- und Regionalverbände in Hannover zusammen, um der inhaltlichen und praktischen Neuausrichtung des Verbandes die verfassungsmäßige Grundlage zu geben.

Landesvorstand HVD-Niedersachsen 2015

Der neue Landesvorstand

Mitglieder des Landesvorstands sind (im Bild obenvon links): Birger Holz (Oldenburg), Karl-Otto Eckartsberg (Garbsen), Monika Saß-Dardat (Lehrte), Eckhard Kühl (Oldenburg), Anke Hennig (Bramsche), Klaus Wenzel (Hannover), Lena Jahnke (Hannover), Herbert Zinnow (Ostfriesland, Vorsitzender des Regionalverbandes Weser-Ems), Peter Blohm (Oldenburg), Guido Wiesner (Hannover).

Die neue Verfassung

Der neue Verfassungstext beschränkt sich auf das Wesentliche und verdeutlicht die drei Hauptaufgaben des Humanistischen Verbandes Niedersachsen:

  • als humanistische Weltanschauungsgemeinschaft, die sich der Förderung von Humanismus und Humanität auf weltlicher Grundlage verschreibt;
  • als Interessenvertretung konfessionsfreier und humanistisch denkender Menschen in Niedersachsen; und
  • als Anbieter humanistischer und sozialer Dienste, praktischer Hilfen und Unterstützung, insbesondere für jene Menschen, die keiner Konfession angehören.

Detailliertere Regelungen wurden in eigene Ordnungen ausgegliedert, mit denen Abläufe und Verfahren vereinfacht und den Anforderungen angepasst werden, die eine klare, zielorientierte Ausrichtung der Verbandsarbeit mit sich bringt. Die neue Verfassung ermöglicht nun auch die Einführung der bereits im vergangenen Jahr beschlossenen Leistungs- und Beitragsordnung.

Ab 2016: Neue Mitgliedsbeiträge ermöglichen landesweit einheitliche Leistungen

Die Leistungs- und Beitragsordnung sichert den Mitgliedern, wie auch den Orts- und Kreisverbänden ein landesweit einheitliches Angebot.

Vorteile für Mitglieder (Auswahl):

  • Kostenfreie Inanspruchnahme von Sprechern und Sprecherinnen für Humanistische Feiern im Lebenslauf (Namens-, Hochzeits- und Trauerfeiern)
  • Vergünstigte Teilnahme an Jugendfeiern
  • Beratung und Vermittlung zur HVD-Patientenverfügung
  • Bildungs- und Freizeitangebote kostenfrei oder zu vergünstigten Preisen (Seminare, Schulungen, gemeinsame Reisen)
  • Übersendung einer Verbandszeitschrift

Vorteile für die ehrenamtliche Arbeit vor Ort (Auswahl):

  • Übernahme der Mitglieds- und Beitragsverwaltung inklusive Buchhaltung durch den Landesverband
  • Kostenfreie Gestellung von Referenten
  • Unterstützung regionaler Aktionen und Veranstaltungen
  • Unterstützung der Jugendarbeit und Jugendfeiern vor Ort

Breite Unterstützung der gewählten Gremien

Nicht nur die neue Verfassung wurde einstimmig verabschiedet, auch alle Wahlen zur Bestätigung bzw. Besetzung der Gremien und Kommissionen wurden einstimmig getroffen (bei vereinzelter Enthaltung der Betroffenen). Neu in das Präsidium gewählt wurden Anke Hennig als Vizepräsidentin und Klaus Wenzel als Schatzmeister. Der bisherige Vizepräsident Eckhard Kühl hatte bereits bei seiner Wahl vor zwei Jahren angekündigt, sein Amt in diesem Jahr abgeben zu wollen. Er wird weiterhin im Landesvorstand tätig sein und sich auf praktische Aktivitäten in der Region konzentrieren, wie zuletzt in der Sterbehilfedebatte. Lukas Gehrke stellte sein Amt als Schatzmeister aus beruflichen Gründen zur Verfügung. Die Versammlung dankte den scheidenden Präsidiumsmitgliedern für ihre Arbeit, die einen nicht zu unterschätzenden Anteil an der erfolgreichen Neuausrichtung des Verbandes habe.