Elternkreis für humanistische Bildung und Werteerziehung

In Zusammenarbeit mit ExpertInnen im Humanistischen Verband begleitet und berät der Elternkreis Sie und Ihre Familien in Fragen rund um das Thema nichtreligiöse Werteerziehung und Unterrichtsangebote in der Schule. Gleichzeitig gestalten wir als Gemeinschaft von Familien das Verbandsleben positiv mit.

Elternkreis Region Hannover
Nichtreligiöse Einschulungsfeier des HVD Niedersachsen, Ortsverband Garbsen

Nichtreligiöse Unterrichtsangebote in Grundschulen

Mit der Einschulung werden Sie als Eltern vor viele neue Entscheidungen gestellt; für immer mehr Familien taucht dabei die Frage nach nichtreligiösen Alternativangeboten zum Religionsunterricht in Grundschulen auf. Auch eine deutlichere Trennung zwischen religiösen Angeboten (zum Beispiel Gottesdienste) und Schulveranstaltungen (Schulfeiern, Einschulung etc.) findet wachsenden Zuspruch. Heutzutage kein Problem mehr? Bisher stoßen diese Anliegen leider auf wenig Widerhall bei der Politik und den Schulen!

Zur besseren Übersicht haben wir eine kurze Checkliste für Sie vorbereitet:

  • Die Schule fragt Sie nur nach Ihrer Konfession, eine formelle Abfrage nach einer (Nicht-) Teilnahme des Kindes am Religionsunterricht erfolgt nicht.
  • Man versucht Sie zur Teilnahme Ihres Kindes am Religionsunterricht zu überreden; häufige Argumente sind unter anderem das gemeinsame Lernen von (vermeintlich) christlichen Werten, eine Ausgrenzung des Kindes durch Nichtteilnahme, der Religionsunterricht sei „nicht mehr so wie früher“ bzw. kooperativ, etc.
  • Einschulungsfeiern sind zeitlich und räumlich eng an einen Gottesdienst gekoppelt; ein Kennenlernen der KlassenlehrerInnen findet zum Beispiel nur dort statt.
  • Das Kultusministerium erkennt (auf Anfrage) keinen gesteigerten Bedarf an nichtreligiösen Bildungsangeboten in Grundschulen.

Der Elternkreis fordert die Ausweitung des Unterrichtsfaches Werte und Normen auf die Grundschulen und unterstützt an LehrerInnen und PädagogInnen gerichtete Fortbildungsangebote für ein nichtreligiöses Alternativangebot, welche unter anderem das Philosophieren mit Kindern beinhaltet. Vor Ort unterstützt der HVD Sie konkret mit Ihren Anliegen und vertritt Ihre Interessen gegenüber Dritten (Schulleitung, Landesschulbehörde, Kultusministerium).

Werte und Normen als nichtreligiöses Unterrichtsfach an weiterführenden Schulen

An weiterführenden Schulen haben Sie die rechtliche Möglichkeit, ab einer Anzahl von zwölf SchülerInnen den Unterricht in Werte und Normen (WuN) zu verlangen. Schulen haben die Verpflichtung zur Transparenz gegenüber den Eltern und müssen den WuN-Unterricht gleichberechtigt neben einem Religionsunterricht anbieten.

Auch hier treffen Sie auf Hindernisse? Wenden Sie sich an den Elternkreis (hv-elterntreff@email.de)! Wir unterstützen Sie dabei und fördern das Unterrichtsangebot in WuN an weiterführenden Schulen, unter anderem durch Unterstützung des neuen Fachverbandes.

Nächstes Treffen des Elternkreises

Den nächsten Termin für den Elterntreff erfragen Sie bitte unter: hv-elterntreff@email.de.

Familien im Humanistischen Verband Niedersachsen

Familien gestalten das Verbandsleben positiv mit. Zusammen mit den FeiersprecherInnen und den Jungen HumanistInnen (JuHus) fördern wir nichtreligiöse familiäre Angebote an Lebensfeiern wie Namensfeiern und Jugendfeiern. Gemeinsam mit den Ortsverbänden gestalten wir Feste, Basare und nehmen auf die Entscheidungen vor Ort und im Landesverband Einfluss.

AnsprechpartnerInnen im Elternkreis

Sprecher für Stadtgebiet Hannover
Dr. Sascha Rother: rother@humanisten.de oder hv-elterntreff@email.de

Sprecherin für das Umland
Sandra Häntsch-Marx: sanhaentsch@web.de

Vertreter des Fachverbands
„Werte und Normen – ethische und humanistische Bildung in Niedersachsen e. V.“

Markus Rassiller: markus@rassiller.de

Vertreterin des HVD Landespräsidiums
Monika Saß-Dardat, Vizepräsidentin: monika.sass-dardat@web.de